KICKSTART RUN

Fast nur italienischen Kickstarterenthusiasten vorbehalten – das exklusive Stelldichein von Shovelheads, Panheads und weiteren legendären Eisen – der 7. Kickstart Run in der Gegend von Pavia.
Danke den netten Jungs von American Motors Pavia – ein einmaliges Wochenende das neben einigen hunderten Kilometern hügeliger Weinlandschaft, Kulinarik und Feiern in einem Agriturismo zu einem Dauergrinser geführt hat. Und das nachhaltig.

Thank you guys from American Motors Pavia for organising the 7th KICKSTART RUN. A perfect weekend with fabulous bike builds, very cool guys and legendary party in the hills of Pavia.

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Genau auf den heutigen Tag vor zehn Jahren verstarb ein ganz Großer der amerikanischen Customszene. Lawrence Desmedt aka Indian Larry hatte das gewisse Etwas, er hatte Charisma und Ausstrahlung, er hatte Freude in seinem Tun und diese gelebte Leidenschaft machte ihn zu einem der bekanntesten Bikebuilder weit über die Ostküste hinaus.
Der „King of Cool“, liebte es auf seiner Harley Davidson zu surfen, doch genau dieser Stunt kostete ihn 2004 das Leben.

„I feel you should be doing exactly what you want to do in life, how you want to do it, when you want to do it. Otherwise you are wasting your life and you are wasting the talents that werde given to you. Life is a really precious, short gift“

Lawrence Desmedt

Larry, danke für dieses Zitat, du ermutigst uns, die Sachen zu tun, die wir aus unserem Inneren heraus gerne tun würden, aber oftmals durch Alltagskonventionen in den Hintergrund stellen. Wir sollten alle ein bisschen wie du sein.

Ride on Larry!

 

 

 

 

Form follows Identity

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Die Leidenschaft elementarer Ästhetik


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http://s7.addthis.com/js/250/addthis_widget.js Ein kleines Dörfchen in der Provinz Pavia nicht unweit von Mailand entfernt, ist die Heimat von Franco „Frank“ Augello aka Moto Sumisura. Als ich Frank besuche, wird mir so richtig bewusst, dass BMW Motorräder extrem viel Potenzial zur Individualisierung besitzen und eine Leidenschaft ausstrahlen, die ansteckend ist. Und dass Frank ein Mann ist, der viele interessante Geschichten zu erzählen hat, war mir schon vom ersten Moment an klar. Die Wiedergeburtstätte von BMW R- und K-Modellen ist ein ehemaliges Sennereigebäude, in dem Frank aufgewachsen ist. Schon beim Betreten der Garage kann ich die Emotionen und die Kreativität, die Frank in seine Motorräder steckt, förmlich spüren. Ebenso die Begeisterung, die Frank regelrecht aus den Augen quillt, wenn er erzählt, wie alles anfing…. DSCF0091neu

„Eigentlich sollte ich Fußballer werden, wie mein Vater“, betont Frank. Doch sein Interesse galt seit jeher dem Zweirad. Nachdem er als Junge von seinem Großvater zur Erstkommunion eine Italjet Motocross bekommen hatte, blieb der Fußball für immer im Abseits.

Zahlreiche Motocross Rennen forderten sein Talent und sein intuitiver Fahrstil öffnete ihm die Tore für eine Karriere beim italienischen Fernsehen. Dieser Mann ist tatsächlich kein Unbekannter: 16 Jahre raste Augello als Motorradreporter durch ganz Italien und über die Grenzen hinaus um für die politkritsche Sendung „Striscia la Notizia“ jegliche Schandtaten der Politiker mit der Überreichung eines Pokals zu würdigen. Auch ein Surfboard lehnt lässig an der mit Fotos und Referenzen behängten Rückwand seines Schreibtisches. Ein Relikt aus der Zeit als er in den Staaten das Surfen lernte und danach „just for fun“ zwei Surfshops auf der spanischen Insel Formentera betrieb. Danach stieg er ins Modebusiness ein und vertrieb namhafte Bekleidungsmarken. DSCF0109_ Dass Frank ein Auge fürs Detail hat, sieht man seinen Motorrädern sofort an. Er nimmt alte bavarische Präzisionseisen, paart sie mit Handwerkskunst sowie subtiler Kreativität und schafft dabei elementarste Ästhetik. Was dabei herauskommt sind Motorräder, die tatsächlich eine Seele haben. Seine Kunden kaufen nicht nur ein Motorrad mit „Mir bleibt die Spucke weg“-Effekt. Nein, sie erhalten Emotionen und Leidenschaft – ein Abbild ihrer Selbst.

Moto Sumisura – was übrigens soviel heißt wie, Motorräder nach Maß – ist wie ein perfekt für den Träger geschneiderter Anzug, der erst durch behutsames Maßnehmen sowie intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte und den Bedürfnissen des Kunden einzigartig wird.

Die immer schon währende Liebe zu BMW Motorrädern und sein Hang zur Ästhetik, ließen Frank vor einigen Jahren sein erstes Projekt verwirklichen. Mit einer R80 GS von 1981 fing vor vier Jahren alles an. Vorerst nur optisch, da er sich das Schrauben nach und nach selbst beigebracht hat. Um so richtig herumtüfteln zu können, ersteigerte er einen alten BMW Motor bei Ebay. „Der R80 Motor war in einem schlechten Zustand und der Versand von England nach Italien hat ihm dann den letzten Rest gegeben“, meinte Frank lachend. Er packte den Motor in einen R45er-Rahmen und suchte weitere Teile aus der R-Serie zusammen, bis schlussendlich die Street Tracker „La Deuxieme“ entstand. DSCF0134 Sein erstes Projekt, die R80 GS, hat er mittlerweile einer kompletten Transformation unterzogen. Herausgekommen ist ein absolut extravaganter Umbau, die JM01.02, die die Grenzen jeglichen kreativen Denkens zu durchbrechen vermag.

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photocredit: fabrizio jelmini

Frank hat vor einem Jahr seinen Brotjob gekündigt um sich ganz und gar seiner bayrischen Leidenschaft zu widmen. Dabei sind viele weitere Umbauten nach dem Credo „Form follows Identity“ entstanden. Als ich mich von ihm verabschiede, parkt gerade ein Lieferwagen vor seiner Garage. Frank sieht meine Neugierde und öffnet die Hecktüre. Ich blicke hinein und sehe eine BMW K100 im Originalzustand von 1986. Man darf gespannt sein, wie dieser mit Plastikteilen vollverbaute Tourer aussieht, wenn Frank ihm neues Leben einhaucht… www.motosumisura.com http://bmwcaferacerfranka.blogspot.it/  

Enduro Adventure Kaukasus

Lass den Schweinehund ziehen und finde deinen inneren Frieden.

[dropcap text=“E“]s ist kurz nach zwölf Uhr als wir in Tbilisi landen. Die georgische Hauptstadt empfängt uns mit drückender Hitze und Slava, einem Mann mit gut ausgestattetem Pick-Up, der uns die nächsten beiden Wochen durch das Enduroparadies Georgien führen wird. „Wo ist denn nochmals Georgien?“, frage ich mich, als mir zuvor auf der Motorradmesse in Friedrichshafen der Stand von Slava, Generalimporteur von KTM in Georgien, ins Auge sticht.

Georgien ist kein Land, das dir sofort in den Sinn kommt, wenn du an Urlaub denkst.

Warum auch – herrschten doch bis vor ein paar Jahren noch Auseinandersetzungen mit dem Nachbarstaat Russland. Die Lage grenzend an die Türkei, Armenien und Aserbaidschan hilft uns deutschsprachigen Europäern auch nicht gerade beim Finden auf der Landkarte. Doch man würde Georgien unterschätzen – für Abenteuer- und Endurotouristen ist es ein Paradies der landschaftlichen Vielfältigkeit und gelebter Gastfreundschaft. Es brauchte auch nicht lange um Sarah, mit der ich schon während des Studiums über Enduroabenteuer geschwärmt habe, von der Reise zu überzeugen:

„Wow, drei verschiedene Klimazonen in einem Land, das nicht mal so groß ist wie Bayern, das klingt interessant“.

Während der Fahrt in unsere Unterkunft versuchen wir die Schrift auf den Verkehrsschildern und Gebäuden zu entziffern. Diese ist wider Erwarten keine kyrillische Schrift, sondern sieht eher aus wie übrig gebliebene Spaghetti auf dem Teller eines drei-jährigen Kindes. Am darauffolgenden Tag sitzen wir mit unseren Taschen wieder im Pick-up, an den ein großer Trailer, voll gepackt mit neuen KTM 450er EXC Motorrädern angehängt ist. Wir holen den Rest unserer bunt zusammen gewürfelten Truppe vom Flughafen ab und sind nun vollzählig, zwei weitere Österreicher und drei Fahrer aus Israel komplettieren unser Team.

Die nächsten zehn Tage spürte ich das Leben so intensiv wie kaum je zuvor.

Es ist wirklich so, dass man grenzenlose Freiheit verspürt wenn man am Gashahn dreht und durch unberührte Landschaften mit enormer Weite jagt. Über savannenartige Steppenlandschaften, steinige Gebirgspassagen am Kaukasus oder Sandpisten an der Schwarzmeerküste in Batumi. Jeder unserer drei Ausgangspunkte ist einzigartig. Was jedoch während der ganzen Tour gleich bleibt, ist die enorme Gastfreundschaft der Georgier.

Wir sind schon fast beschämt als wir auf einer einsamen Alpe hoch im Gebirge des Kaukasus auf eine Holzhütte stoßen und uns die Bewohner mit einer Herzlichkeit empfangen, die wir nicht erwartet hätten. Wir werden mit selber gemachtem Käse, Brot und allem, was sie auf die Schnelle zusammentragen können, verköstigt.

Auch wenn wir uns nicht auf georgisch unterhalten können, sprechen wir die gleiche Sprache.

Das vielbesagte grenzenlose Gefühl der Freiheit ist in Georgien absolut erlebbar und ich bin heiß auf weitere Abenteuer in Länder, wo der Ursprung noch unverfälscht ist.

www.ktm-georgia.com

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